Anmeldung | Aktuelles | Formulare | Impressum | Intranet | Kontakt | Suche



HomeTermine
Die SchuleDie BerufeWirtschaftGesundheitMedizinische FachangestellteZahnmedizinische FachangestellteBerufsintegrationsklassenStatistikenSchülerinformationElterninformationDer Förderverein
ProjekteAuszeichnungen
Archiv

Staatliche
Berufsschule II Coburg

Kanalstraße 1
96450 Coburg
Tel. 09561 89-5400
Fax 09561 89-5419
info@bs2.coburg.de




Zahnmedizinische Fachangestellte



 



U18-Wahl bei den Zahnmedizinischen Fachangestellten

Die U18-Wahl Die U18-Wahl findet immer 9 Tage vor einem Wahlsonntag, normalerweise an einem Freitag, statt. Kinder und Jugendliche, die noch nicht volljährig sind, dürfen bei U18 mitmachen, unabhängig von Herkunft, Nationalität oder Aufenthaltsstatus. Doch was versteht man eigentlich unter U18 und der „U18-Wahl“? Die Idee dazu entstand 1996 in einem Berliner Jugendklub und entwickelt sich seitdem stetig weiter. U18 ist ein Projekt, das bundesweit vom Netzwerk U18 durchgeführt wird. Zu dessen Trägern gehören neben dem Deutschen Kinderhilfswerk (DKHW) und dem Bundesjugendring (DBJR) beispielsweise auch viele Jugendverbände und Landesjugendringe, so auch der Bayerische Jugendring. U18 soll mittels kreativer Aktionen politisches Interesse wecken, Kenntnisse zu demokratischen Prinzipien vermitteln, Kinder und Jugendliche in ihrer selbstbestimmten Meinungsbildung unterstützen und ihnen die Möglichkeit bieten, eigene Themen einzubringen. U18 heißt also sicher nicht, dass „die niedlichen Kleinen zur Spielwahl gehen und Tierschutz wegen ihrem Kaninchen zu Hause wählen!“ (Vgl. hierzu auch Bergfeld, A., https://www.u18.org/magazin/news/u18-ergebnisse-bitte-ernst-nehmen-danke/).


Knapp 220.000 Kinder und Jugendliche nahmen dieses Jahr an der U18- Bundestagswahl teil. Wenn es nach den Kindern und Jugendlichen ginge, bekäme die CDU mit 28,5 Prozent die meisten Stimmen. Es folgten SPD mit 19,8 Prozent, Bünd-nis90/Die Grünen mit 16,6 Prozent, Die Linke mit 8,1 Prozent, die AFD mit 6,8 Prozent und die FDP mit 5,7 Prozent. Diese Parteien würden es in den Bundestag schaffen, wenn es nach dem Willen der Kinder und Jugendlichen ginge. Das Ergebnis ist ein Ausdruck der politischen Stimmung bei allen, die bei der Bundestagswahl noch nicht wählen dürfen, da sie noch nicht volljährig sind.

Die Staatliche Berufsschule II in Coburg beteiligte sich ebenfalls an der U18-Bundestagswahl, und zwar am Dienstag bzw. Mittwoch vor dem offiziellen Termin. Im Zuge der Wahlvorbereitung haben sich die SchülerInnen aus zwei Gesundheitsklassen intensiv mit den verschiedenen Parteien, deren Wahlprogrammen sowie den politischen Ideen der Coburger Wahlkreisabgeordneten beschäftigt. Die Wahlen wurden nach dem Vorbild öffentlicher Wahlen durchgeführt und hierzu in den Räumlichkeiten der Klasse GZF 11 zwei Wahlkabinen aufgestellt. Die vervielfältigten Stimm-zettel entsprachen dem originalen Stimmzettel der Bundestagswahl. Es wurden zu-dem eine selbst gebastelte Wahlurne aufgestellt und Wahlhelfer bestimmt. Die Wahl fand im Geheimen statt. Die Auswertung der Wahlzettel erfolgte durch die Wahlhelfer. Ebenso wurde in der Klasse GMF 11 B verfahren. Wählen ab 16?

Anna, 17 Jahre, hat ebenfalls an der U18-Wahl an der BS II in Coburg teilgenommen. Doch sie fragte sich, ob sie sich bereit fühlen würde, zu wählen. Annas Ansicht nach gibt es sowohl Pro- als auch Kontraargumente für das Wählen ab 16. So sollte man ihrer Meinung nach nicht vergessen, dass sich die meisten Kin-der und Jugendlichen in ihrem Alter noch in der Pubertät befinden und somit noch stark von außen beeinflussbar sind. Andererseits würde bei einer Absenkung des Wahlalters auf, z. B. 16 Jahre, das politische Interesse früher geweckt und es gäbe jungen Menschen die Möglichkeit, die eigene Meinung sichtbar zu machen. Das Er-kennen der eigenen Interessen und das Formulieren von Antworten auf politische Fragen stehen im Vordergrund des U18-Projekts. Durch die U18-Wahl lerne man, so Anna, weitgehend den identischen Ablauf eines demokratischen Wahlgangs kennen. Diese realitätsnahe Erfahrung sensibilisiere junge Menschen dazu, später als gesetzlich Wahlberechtigte den Wahlgang als selbstverständlichen Akt demokratischer Beteiligung wahrzunehmen.

Selin Gold und Anna Hugel, Klasse GZF 11