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302 Jugendliche haben ihre Berufsausbildung abgeschlossen.

IHK-Freisprechungsfeier für die Winterprüfung 2016/2017

Nicolas Schönmüller betätigt sich gern handwerklich, noch lieber aber programmiert er. Als Elektroniker für Automatisierungstechhik bei Brose in Coburg hat er den passenden Beruf gefunden, um beide Leidenschaften zu kombinieren. Schönmüllers Motivation schlug sich auch in seiner Prüfungsleistung mit Note 1,2 nieder: Am Donnerstag wurde der gebürtige Bamberger von IHK-Hauptgeschäftsführer Siegmar Schnabel im Kongresshaus Rosengarten für den besten Abschluss unter allen 313 Prüflingen in den kaufmännischen und gewerblichtechnischen Berufen im Winter 2016/17 ausgezeichnet.

Die Begeisterung für Technik entdeckte Schönmüller bereits auf der Fachoberschule, doch das nach dem Fachabitur gewählte Elektrotechnik-Studium brach der 24-Jährige enttäuscht nach zwei Semestern ab. Seine Erkenntnis: „Das ist der falsche Winkel, um das Fach zu betrachten!“ Bei Brose bekam er die Gelegenheit, praxisnah zu arbeiten: So baute Schönmüller für seinen Abschluss einen Leitungstester für die Kunststoffspritzgießerei auf und schrieb das dazugehörige Programm. An sich selber stellte der junge Mann hohe Ansprüche, er sagt: „Wenn ich ein Projekt mache, muss es auch nach meinen Vorstellungen laufen.“ Brose möchte der frischgebackene Elektroniker treu bleiben, um zunächst in der Instandhaltung Berufserfahrung sammeln und später seinen Meister oder Techniker zu machen. „Wir unterstützen das“, stärkt ihn sein Teamleiter Michael Töpfer.

Insgesamt 302 Auszubildende bestanden die Winterprüfung, lediglich vier Prozent fielen durch. Der zuständige IHK-Fachbereichsleiter Rainer Kissing zeigte sich „sehr zufrieden und stolz“ über die Leistungen. Eine Gesamtnote von 1,5 oder besser erreichten 17 Prüflinge oder 5,6 Prozent. Von der Automobilkauffrau über Koch und Restaurantfachfrau bis zur Verkäuferin reichte das Spektrum der geprüften 25 Berufe im kaufmännischen, vom Bauzeichner über Holzmechaniker und Mechatroniker bis zum Zerspanungsmechaniker in den 18 gewerblichen Berufen. Der Notendurchschnitt lag hier bei 2,6, bei den kaufmännischen Berufen mit 2,9 etwas darüber.

Die beste Absolventin (Note 1,3) war mit Abstand die älteste: „Man hielt mich für alles Mögliche, selbst für eine Berufsschullehrerin“, erzählt Karin Scharf, frischgebackene Kauffrau im Gesundheitswesen, amüsiert. Als die 55-jährige Umschülerin als Externe die Prüfung ablegte, erntete sie nicht nur von den jungen Mitprüflingen erstaunte Blicke. „Ich wollte nach 25 Jahren Familienpause noch einmal etwas Qualifiziertes machen“, beschreibt die Biologin und ehemalige Pharmaberaterin ihre Motivation. „Außerdem reizte mich die Frage, wie sich angesichts knapper Mittel für den Patienten ein möglichst großer Nutzen erzielen lässt." Wie es nach ihrem befristeten Job an der Rezeption des Medical Parks in Bad Rodach weitergeht, weiß Scharf derzeit noch nicht. „Wenn ich jünger wäre, würde ich noch studieren“, sagt die Coburgerin.

Auch Sonja Feiler schloss mit der Prüfung zur Einzelhandelskauffrau bei Aldi bereits ihre zweite Ausbildung ab. Zuvor hatte die 24-Jährige eine Lehre als Speditionskauffrau absolviert, „doch im Büro wurde mir schnell klar, dass ich mehr Action und Abwechslung brauche“, so Feiler. Jetzt sei „kein Tag wie der andere“. Und noch immer ist die junge Coburgerin nicht fertig: mit dem Zeugnis als Kauffrau hat Feiler erst die halbe Strecke zur Handelsfachwirtin zurückgelegt. An ihrem Arbeitgeber schätzt sie auch die Aufstiegschancen. Ihr Berufsziel: „Ich hoffe einmal eine Filialleitung übernehmen zu können.“

Wie Feiler erreichte Natascha Babucke mit 1,4 die drittbeste Prüfungsleistung. Als Kauffrau für Büromanagement kümmert sich die junge Meederin im Vorzimmer des kaufmännischen Direktors des Landestheaters, Fritz Frömming, um die Verwaltung und Organisation. „Ich hätte nie gedacht, dass an einem Theater so viel dranhängt“, zeigt sich die 24-Jährige immer wieder erstaunt. Hier kann Babucke, die ein Jahr als Aupair in Texas (USA) verbrachte, selbst ihre Sprachkenntnisse einsetzen. Als Einzige in ihrer Klasse schloss die Abiturientin vorzeitig ihre Lehre ab, dank „viel Disziplin und einem logisch aufgebauten Lernprogramm“.

IHK-Präsident Friedrich Herdan gratulierte den neuen Fachkräften. Mit ihrer Berufsausbildung verfügten sie über „den Schlüssel zum beruflichen Erfolg und selbstbestimmten Leben“. Für die Coburger Berufsschulen appellierte Oberstudiendirektorin Martina Borcherding an die ehemaligen Schüler, das Ende ihrer Ausbildung als Anfang ihrer individuellen Weiterbildung zu sehen: „Nutzen Sie Ihre Talente, um aus dem Üblichen etwas Außergewöhnliches zu machen.“ Für die Absolventen blickte Philipp Brehm, der bei Kapp den Beruf des Elektronikers erlernte, auf die vergangenen Jahre zurück. „Wir können absolut stolz auf einen solch hochqualifizierten Bildungsabschluss sein“, sagte er.

Ais Festredner betonte Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Bedeutung der Digitalisierung in der Bildung. Es gebe noch einiges aufzuholen.

(nach einem Bericht des „Coburger Tageblattesg" vom 13. / 14.05.2017 von Simone Bastian)

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